Wassenberger Haushaltsentwurf für 2018 erstmals ausgeglichen > Flächennutzungsplan für Windkraft genehmigt <
24.11.2016, 15:58 Uhr
Windräder
nach dem Windenergie-Erlass NRW vom 04.11.2015 nun auch im Wald zulässig.
Wo ist der geeigneste Standort für die Plazierung von Windrädern; verstreut im ganzen Stadtgebiet an bis zu 17 Standorten oder Konzentration an einer Stelle?

Wir haben uns für eine Konzentrationsfläche entschieden, weit ab von Wohn-bebauungen, wo die Störeinflüsse für unsere Bürgerinnen und Bürger am Geringsten sind und für den Birgeler Wald, wo wir mit dem Windenergie-Erlass NRW - von Umweltminister Remmel -Bündnis90/die Grünen- konform gehen.
Beispielbild

Konzentrationszone für Windenergie

Bekanntermaßen haben wir im Rat der Stadt Wassenberg mehrheitlich den Beschluss gefasst, das Verfahren zur Ausweisung einer Konzentrationszone für Windkraft im Birgelener Wald einzuleiten.

Selbstverständlich haben wir die Sorgen, Nöte und Bedenken, die uns in zahlreichen Gesprächen mit den Bürgerinnen und Bürgern angetragen worden sind schon ernst genommen.

Nachfolgend wollen wir jedoch versuchen, Ihnen unsere Beweggründe darzulegen, warum wir die nun getroffene Entscheidung so gefällt haben. Trotz des sicherlich auch mit Emotionen verbundenen Themas können wir die juristische Faktenlage nicht außer Acht lassen. Und diese ist nun einmal so, dass solche Windräder nach dem Baugesetzbuch und dem Windenergieerlass der Landesregierung NRW „privilegiert“ sind. Das heißt vereinfacht ausgedrückt, dass grundsätzlich ein einklagbarer Anspruch zur Errichtung besteht; dies wäre an bis zu 17 unterschiedlichen Stellen im Stadtgebiet der Fall! Einen solchen „Wildwuchs“ kann erst recht niemand wollen. Dem können wir aber nur entgegenwirken, wenn wir eine sogenannte „Konzentrationszone“ für Windräder ausweisen. Denn dann können nur in dieser festgelegten Fläche Windräder gebaut werden; für alle anderen Flächen im Stadtgebiet hat eine solche Zone Ausschlusscharakter.

Die Frage ist nur, wo eine solche sinnvoller Weise sein sollte.

Hiermit haben wir uns sehr lange und intensiv auseinander gesetzt. Schon vor längerer Zeit wurde ein Fachbüro mit einer Potenzialanalyse beauftragt. Bei Findung der geeignetsten Fläche waren sogenannte harte und weiche Tabukriterien,  wie z. B. Abstandsflächen zur Wohnbebauung, zu berücksichtigen. Das Gutachten kam zu dem Ergebnis, dass die Fläche im Birgelener Wald als einzig denkbare übrig bleibt. Und eins steht fest: Wenn man, aus welchen Gründen auch immer, diese Fläche nicht will, würde eine andere Fläche deutlich näher an Wohnbauflächen und Siedlungsbereichen liegen als die Fläche im Birgelener Wald. Daher haben wir und nach mehrmaligem und ausführlichem Abwägen aller Pro und Contra Argumente dazu entschieden, diese Fläche im Rahmen einer Änderung des Flächennutzungsplanes als Konzentrationsfläche auszuweisen.

Wir hoffen, dass wir Ihnen unsere Entscheidungsgrundlage bei diesem teilweise recht emotional diskutierten Thema etwas deutlicher machen konnten. 

Martin Kliemt




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